Unerfüllter Kinderwunsch betrifft viele Paare in Österreich. Reproduktionsmedizinische Behandlungen wie IVF (In-vitro-Fertilisation) können helfen, sind aber kostspielig. Eine Krankenzusatzversicherung kann einen Teil der Kosten abdecken.
Österreich hat mit dem IVF-Fonds ein Unterstützungssystem für Kinderwunschbehandlungen geschaffen. Der Fonds übernimmt 70 Prozent der Kosten für bis zu vier IVF-Versuche, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
Die verbleibenden 30 Prozent Selbstbehalt betragen pro Versuch etwa 800 bis 1.500 Euro. Bei mehreren Versuchen summiert sich das schnell.
Neben dem IVF-Fonds übernimmt die Krankenkasse bestimmte Voruntersuchungen und Medikamente. Die teuren Hormonpräparate für die Stimulation sind jedoch nur teilweise gedeckt und können mehrere hundert Euro pro Zyklus kosten.
Einige Krankenzusatzversicherungen bieten Leistungen für Kinderwunschbehandlungen. Diese können umfassen:
Kinderwunschleistungen unterliegen oft besonderen Bedingungen:
Eine Zusatzversicherung sollte abgeschlossen werden, bevor ein Kinderwunsch akut wird. Wer bereits in Kinderwunschbehandlung ist oder eine diagnostizierte Unfruchtbarkeit hat, wird in der Regel nicht mehr aufgenommen.
Die Gesamtkosten einer IVF-Behandlung in Österreich liegen bei etwa 3.000 bis 5.000 Euro pro Versuch. Mit dem IVF-Fonds reduziert sich der Eigenanteil auf 800 bis 1.500 Euro.
Zusätzliche Kosten entstehen für:
Informieren Sie sich frühzeitig über die Möglichkeiten einer Zusatzversicherung. Die langen Wartezeiten machen eine vorausschauende Planung notwendig.
Vergleichen Sie die Leistungen verschiedener Anbieter genau. Nicht alle Tarife mit Kinderwunsch-Baustein bieten gleich gute Leistungen.
Nutzen Sie die Beratungsangebote der IVF-Zentren. Diese kennen sich mit den Versicherungsfragen aus und können Tipps geben.
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