Tarife mit Selbstbehalt sind günstiger, aber im Leistungsfall müssen Sie einen Teil der Kosten selbst tragen. Wann sich ein Selbstbehalt lohnt und wann nicht.
Der Selbstbehalt (auch Selbstbeteiligung oder Franchise) ist der Anteil der Kosten, den Sie im Leistungsfall selbst bezahlen. Die Versicherung übernimmt nur den Betrag, der darüber hinausgeht.
Es gibt verschiedene Formen:
Ein Selbstbehalt kann die monatliche Prämie erheblich reduzieren. Typische Ersparnisse:
Tarif ohne Selbstbehalt: 70 Euro/Monat = 840 Euro/Jahr
Tarif mit 200 Euro Selbstbehalt: 50 Euro/Monat = 600 Euro/Jahr
Ersparnis: 240 Euro/Jahr
Bei einem Krankenhausaufenthalt pro Jahr zahlen Sie 200 Euro Selbstbehalt, sparen aber 240 Euro Prämie - Sie sind noch im Plus.
Bei zwei Aufenthalten: 400 Euro Selbstbehalt, 240 Euro Ersparnis - Sie zahlen 160 Euro drauf.
Ein Selbstbehalt ist sinnvoll, wenn Sie:
Verzichten Sie besser auf den Selbstbehalt, wenn:
Bei manchen Versicherungen können Sie den Selbstbehalt später reduzieren oder ganz streichen. Dies ist meist mit einer Prämienerhöhung und eventuell einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden.
Fragen Sie vor Abschluss, welche Änderungsmöglichkeiten bestehen.
Für junge, gesunde Menschen kann ein moderater Selbstbehalt eine gute Option sein. Die Prämienersparnis ist oft größer als die wahrscheinlichen Kosten.
Mit zunehmendem Alter oder bei Vorerkrankungen sollten Sie den Selbstbehalt reduzieren oder ganz darauf verzichten.
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