Selbstständige und Freiberufler tragen ein besonderes Risiko: Bei Krankheit gibt es keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Eine Krankenzusatzversicherung ist daher für diese Berufsgruppe besonders wichtig.
Als Selbstständiger sind Sie bei der Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) versichert. Diese bietet eine Grundabsicherung, hat aber im Krankheitsfall erhebliche Lücken:
Eine längere Krankheit kann für Selbstständige schnell existenzbedrohend werden.
Für Selbstständige ist das Krankentagegeld die wichtigste Zusatzversicherung. Es ersetzt das entgangene Einkommen bei Arbeitsunfähigkeit und sichert die Existenz.
Wählen Sie einen Tagessatz, der Ihre laufenden Kosten deckt:
Die Karenzzeit sollte möglichst kurz sein. Für Selbstständige empfehlen sich 14 oder 21 Karenztage, auch wenn dies die Prämie erhöht.
Eine Sonderklasse-Versicherung ist für Selbstständige aus mehreren Gründen sinnvoll:
Mit einer Wahlarzt-Versicherung können Sie ohne lange Wartezeiten zum Spezialisten. Das ist wichtig, wenn Sie schnell eine Diagnose und Behandlung brauchen, um arbeitsfähig zu bleiben.
Besonders bei Beschwerden, die Ihre Arbeitsfähigkeit einschränken, zahlt sich die freie Arztwahl aus.
Für Selbstständige empfiehlt sich folgende Absicherung:
Die Gesamtprämie für eine umfassende Absicherung liegt bei etwa 150 bis 250 Euro monatlich, je nach Alter und Leistungsumfang:
Diese Kosten sind als Betriebsausgabe absetzbar und reduzieren Ihre Steuerlast.
Selbstständige können Krankenversicherungsprämien als Betriebsausgaben oder Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent reduziert sich die effektive Belastung erheblich.